Aktien Basisinvestment beim Vermoegensaufbau
Die jüngsten Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten und die dramatischen Kursverluste an Börsen rund um den Globus haben viele Anleger verunsichert und werfen die Frage auf, ob Aktien tatsächlich, wie es bislang der Expertentenor war, langfristig die beste Geldanlage sind.
Diese Frage ist mit einem eindeutigen „Ja“ zu beantworten. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich auf lange Sicht mit Aktien die höchsten Renditen erwirtschaften lassen und so der Aufbau eines Vermögens am schnellsten von Statten geht.
Aktien sollten bis ins weiter fortgeschrittene Alter hinein als Basisinvestment im Portfolio betrachtet werden. Dabei wird der Schwerpunkt aus Gründen der besseren Diversifikation idealerweise auf Aktienfonds gelegt.
Auch wenn die Kurse zwischenzeitlich einmal nachgeben, so besteht doch kein Zweifel an der Überlegenheit der Aktie gegenüber allen anderen Anlageklassen. Die Papiere profitieren am stärksten vom wirtschaftlichen Aufschwung, sind als Sachwerte auch gegen Inflation geschützt und überzeugen mit ökonomischer Substanz.
Freilich gibt es gute und weniger gute Aktien. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, bedarf es allerdings keiner außergewöhnlichen Expertise. Vielmehr reicht es, durch eine breite Streuung ein ausgewogenes Depot ins Rennen zu schicken. Die Diversifikation kann sowohl durch einen Fondsmanager vorgenommen werden als auch durch einen regelbasierten Index erfolgen. Anleger, die beispielsweise in die dividendenstärksten Blue Chips Europas investiert haben, konnten sich in den vergangenen Jahrzehnten stets überdurchschnittlicher Renditen erfreuen.
Doch nicht nur die etablierten Märkte bieten Chancen. In den Schwellenländern gibt es unzählige Möglichkeiten, an der Entwicklung aufstrebender Märkte zu partizipieren und überdurchschnittliche Wachstumsraten zu realisieren. Zwar sind Emerging Markets oft mit höheren Schwankungen verbunden, auf Dauer sind sie aber beinahe ein Garant für zweistellige Renditen.
Wer wenig Toleranz für Kursschwankungen mitbringt, der kann auch eine defensive Aktienstrategie umsetzen. Hier werden verstärkt Werte gekauft, deren wirtschaftliche Entwicklung unabhängig ist von der konjunkturellen Situation. Dazu gehören zum Beispiel Energieversorger, Nahrungsmittelhersteller etc. Die Kurse dieser Werte schwanken im Zeitverlauf weniger stark.
Auch wenn Aktien auf lange Sicht unschlagbar sind, bergen sie doch kurzfristig einige Risiken. Daher sollten Anleger, wie eingangs bereits angedeutet, mit dem näher rückenden Ruhestand auch die Aktienquote im Depot sukzessiv senken und in konservativere Anlageklassen, wie zum Beispiel Anleihen, umschichten. Einige Jahre vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben sollten Vermögensrisiken nur noch in sehr geringem Umfang in Kauf genommen werden.
Fazit: Diversifizieren und rechtzeitig im Leben umschichten – dann kann mit Aktien nicht viel falsch gemacht werden.
Abgelegt unter: Aktien