Aktien
Aktien sind Wertpapiere, den den Anteil an einem Unternehmen symbolisieren. Wenn ein Unternehmen einen Teil seines Kapitals in Aktien verbriefen möchte, muss es eine Aktiengesellschaft (mit AG abgekürzt) oder eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) gründen bzw. sind in eine solche umwandeln. Dann kann(!) dieses Unternehmen seine Aktien z. B. auch an der Börse handeln.
Wenn ein Unternehmen eine AG gründet, legt es zunächst fest, wie viele Aktien es in Zukunft ausgeben will – diese Ausgabe wird auch Emission genannt. Später sind weitere Emissionen möglich, etwa bei Kapitalerhöhungen. Wie hoch der Wert einer Aktie bei der Emission ist, wird durch verschiedene Verfahren festgelegt.
Die Ausgabe erfolgt in Nennwert- oder Stückaktien. Nicht jede Aktie hat den selben Wert, sondern eben einen bestimmten Nennwert als Anteil am Grundkapital. 50.000 Euro Grundkapital kann man in 200 Aktien à 100 Euro und 1.000 Aktien à 30 Euro verbriefen.
Im Gegensatz dazu haben Stückaktien keinen Nennwert, sondern bezeichnen den Anteil am Grundkapital in Prozent. Hat das Unternehmen ein Grundkapital von 50.000 Euro und gibt 1.000 Aktien aus, entspricht jede Aktie einem Anteil von 0,1% am Grundkapital und ist damit 50 Euro wert.
Abgesehen von der Unterscheidung zwischen Nennwert- und Stückaktien gibt es weitere Differenzierungen. So muss das Unternehmen nicht alle Aktionäre gleichbehandeln. Beim Stimmrecht wird zwischen Vorzugs- und Stammaktien unterschieden und bei der Übertragbarkeit nach Inhaber- und Namensaktien (hier steht der Aktionär namentlich im Unternehmensbuch).
Viele Unternehmen beteiligen Aktienbesitzer über so genannte Dividenden am Gewinn. Diese wird von der Hauptversammlung abgesegnet und pro Aktie gezahlt. Das erhöht natürlich die Attraktivität von Aktien für Anleger. Und natürlich hat jeder Aktionär bestimmte Rechte, etwa auf einen Anteil am Bilanzgewinn und Liquidationserlös, auf die Teilnahme an der Hauptversammlung und auf den Bezug neuer Aktien.
Dass Aktien auch Nachteile haben, ist jedem bekannt. Sie sind wesentlich risikoreicher als andere Anlageformen. Im schlechtesten Fall ist man seine komplette Invesition los, denn es gibt keine Sicherheiten. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob er dieses Risiko eingeht und die Chance auf hohe Gewinne wahrnimmt oder sich lieber eine andere Form der Geldanlage sucht.