Auch im Einsatz gut versichert

Was wären wir ohne sie, die vielen engagierten Bürger, die ihre Freizeit opfern um anderen Mitmenschen zu helfen, sie zu pflegen, aus dem Feuer zu retten, aus Fahrzeugwracks zu bergen, oder schleunigst ins Krankenhaus zu bringen? Wir brauchen unsere ehrenamtlichen Helferlein und Helferinnen, doch der Beweis eröffnet sich den meisten erst, wenn sie selbst in einer schwierigen Situation stecken und dringend Hilfe benötigen. Doch auch bestens ausgebildete ehrenamtlich Tätige laufen Gefahr, einmal einen Fehler zu begehen oder gar selbst in eine bedrohliche Situation zu geraten. Viele wissen dabei nicht, wie es um ihren Versicherungsschutz steht beziehungsweise ob sie denn überhaupt versichert sind. Nicht jeder Schaden, der hierbei entsteht, wird automatisch durch die Krankenkasse gedeckt. Die Presse zeigt, dass ehrenamtliches Engagement viel zu selten richtig gewürdigt wird, es erfolgt keine Unterstützung der Unternehmer wenn ein Angestellter bei Hochwasserkatastrophen helfen will, und auch der versicherungsrechtliche Schutz ist ein Novum dass sich erst nach und nach durchsetzt.

Es ist sehr schade, dass Menschen, die sich aus völlig altruistischen Motiven um ihre Mitmenschen kümmern, noch derart im Schatten stehen müssen. Schwierigkeiten haben hier vor allen Dingen gemeinnützige Vereine, die nicht so sehr in der Öffentlichkeit stehen, wie beispielsweise die Feuerwehr oder das Rote Kreuz dies tun. Für viele dieser Vereine ist nach wie vor kein ausreichender Versicherungsschutz im Einsatz gegeben. Feuerwehrmänner beispielsweise sind im Dienst nun mittlerweile unfallversichert, und auch bei Übungen unterstehen sie dem Versicherungsschutz, ebenso die Mitarbeiter des Roten Kreuz. Viele andere Vereine müssen die Kosten für die Unfall- und auch Rechtsschutzversicherung für ihre Mitglieder selber begleichen, oder die ehrenamtlichen Helfer müssen gar ihre private Krankenversicherung wechseln, weil auch diese nicht immer Einsatzgefahren abdeckt. Eine kollektive Unfall- und Haftpflichtversicherung für ehrenamtliche Mitarbeiter im sozialen Bereich wäre mehr als nur wünschenswert, nicht zuletzt um noch mehr Menschen dazu zu animieren, ihre Ängste beiseite zu legen, und sich sozial zu engagieren.

This entry was posted on Montag, Oktober 12th, 2009 at 18:23 and is filed under Versicherung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

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