Investmentfonds
Neben Aktien gehören Fonds bei Privatpersonen zu den beliebtesten Formen der Geldanlage. Weit verbreitet sind offene Investmentfonds, bei denen Anleger ihr Geld einer Kapitalanlagegesellschaft anvertrauen. Diese investiert diesen Topf in verschiedene Bereiche in Form von Aktien, Immobilien oder festverzinslichen Wertpapieren, wobei die gesamte Summe niemals nur in eine Aktie/eine Immobilie gesteckt werden darf – das schreibt der Grundsatz der Risikomischung vor. Dadurch sind Fonds für viele Anleger die sicherere Alternative zu Aktien.
Jeder Anleger, der in solch einen Fonds investiert, ist am Fondvermögen und damit auch am (angestrebten) Gewinn beteiligt. Zudem kann er seine Anteile auch jederzeit zurückgeben – das ist bei geschlossenen Investmentfonds nicht immer möglich. Die Anlage ist mit monatlichen Sparplänen oder aber einmalig mit einer bestimmten Summe möglich.
Fonds werden u. a. unterschieden nach:
- Art der Investition (Immobilien, Aktien, Rohstoffe, etc.)
- Ort der Investition (Deutschland, Europa, Asien, etc.)
- Dauer der Investition (kurzfristig wie Geldmarkfonds oder langfristig wie Immobilienfonds)
- Kosten- und Risikostruktur
- Art des Managements
- Zielgruppe (Privatpersonen vs. Fonds für Institutionen wie Versicherungen und Banken)
Je nach Art der Investition handelt es sich um Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Immobilienfonds, etc. Zudem gibt es die so genannten Mischfonds, die divers investieren, oder Ethikfonds, die das Vermögen z. B. in alternative Energieformen anlegen.
Fonds werden entweder aktiv durch Fondmanager verwaltet oder passiv, wenn z. B. Formeln als Leitbild der Zusammensetzung dienen (das ist kostengünstiger). Bei aktiv gemanagten Fonds entscheidet der Fondmanager darüber, in welche Anlagen investiert wird. Die Zusammensetzung kann sich jederzeit ändern und wird genau reflektiert. Wenn mehrere Fondmanager mit der Verwaltung beauftragt sind, spricht man von Multi Manager Fonds. Damit soll das Risiko von Verlusten gemindert werden.
Eine Investition in Fonds ist mit Kosten verbunden. So gibt es einen Ausgabe-/Rücknahmeaufschlag, eine Verwaltungs- und Depotbankgebühr sowie in manchen Fällen auch eine Erfolgsprämie für die Investmentgesellschaft. Einige Internetplattformen, auf denen man direkt in Fonds investieren kann, verzichten auf den Ausgabeaufschlag. Hier sollte man jedoch genau auf die (möglicherweise erhöhte) Verwaltungsgebühr schauen. Üblicherweise kauft man Fonds jedoch bei Banken, freien Vermittlern, Investmentgesellschaften oder an der Börse.